COMPLETE GUIDE
Vollständiger Leitfaden für die Reinzeichnung und den Datencheck: Mit 7 Schritten teure Nachdruckkosten sparen
Die Behebung eines Fehlers in der Reinzeichnung kostet nichts. Wird derselbe Fehler erst an der Druckmaschine entdeckt, bedeutet das den teuren Neudruck der gesamten Auflage. Dieser Leitfaden führt Sie chronologisch durch die sieben unverzichtbaren Kontrollschritte vor der Druckfreigabe – von Farben, Schriften, Bildern und Transparenzen über Anschnitt und Benennung bis hin zum Proof. Diese Checkliste ist Ihre günstigste Qualitätssicherungs-Versicherung
Zuerst der Preflight: Lassen Sie Software Fehler finden, die dem Auge entgehen
Der Preflight in Acrobat und professionellen Layoutprogrammen scannt Ihre Dokumente auf niedrig aufgelöste Bilder, RGB-Farben, nicht eingebettete Schriftarten und zu hohen Gesamtfarbauftrag – Probleme, die mit bloßem Auge kaum zu erkennen sind. Die Druck-PDF vorab einem Preflight zu unterziehen, ist der Schritt mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis auf dieser Liste
Keine Sorge, falls Sie den Preflight-Bericht nicht verstehen: Senden Sie ihn einfach zusammen mit den Daten an Ihre Druckerei zur Überprüfung. Vorab Unklarheiten zu klären, ist immer günstiger, als sich nach einem Fehldruck zu streiten
DEEP DIVEHäufige Fehler bei Druck-PDFs: Die Checkliste von der Preflight-Prüfung bis zum DruckFarbmodi und die richtige Verwendung von Schwarz
Stellen Sie sicher, dass der Farbraum des Dokuments CMYK ist. Konvertieren Sie alle RGB-Bilder und prüfen Sie visuell, ob sich wichtige Schlüsselfarben verschoben haben. Sehr leuchtende Farben verlieren bei der CMYK-Konvertierung zwangsläufig an Brillanz und wirken stumpfer; kommunizieren Sie wichtige Markenfarben daher immer über Pantone-Sonderfarben
Schwarz wird für zwei Zwecke unterschiedlich angelegt: Kleiner Text und feine Linien erfordern reines Schwarz (K100), um Passerfehler und unscharfe Ränder zu vermeiden. Große Farbflächen benötigen hingegen Tiefschwarz (Rich Black), um satt und tief zu wirken. Die falsche Anwendung ist einer der häufigsten Fehler bei der Schwarzeinstellung
DEEP DIVESchwarz richtig drucken: So vermeiden Sie Fehler bei Rein- und Tiefschwarz (Rich Black)Schriften: In Pfade umwandeln oder einbetten – wählen Sie die richtige Methode
Fehlende Schriftarten werden beim Öffnen in der Druckerei durch Systemstandardschriften ersetzt. Die Umwandlung in Pfade löst das Problem dauerhaft, macht den Text jedoch uneditierbar. Das Einbetten in die PDF erhält die Editierbarkeit, setzt aber voraus, dass die Lizenzierung dies erlaubt. Vor der Datenabgabe müssen Sie sich für eine der beiden Methoden entscheiden – keines von beiden zu tun, ist keine Option
Sichern Sie vor der Pfadkonvertierung unbedingt eine editierbare Arbeitsdatei mit Live-Text, damit Sie für spätere Textkorrekturen nicht alles neu setzen müssen
DEEP DIVESchriften in Pfade umwandeln oder einbetten? Risikomanagement für Designer vor dem DruckBilder: Verknüpfungen, Auflösung und Freisteller-Qualität
Wenn platzierte Bilder in Illustrator nur verknüpft und nicht verpackt sind, sieht man auf einem anderen Computer nur leere, graue Rahmen. Nutzen Sie vor der Abgabe die „Verpacken“-Funktion, um Schriften und verknüpfte Bilder in einem Ordner zu sammeln, oder betten Sie alle Bilder direkt ein
Die Standard-Druckauflösung beträgt 300 DPI, beim Großformatdruck kann sie je nach Betrachtungsabstand reduziert werden. Aus dem Web kopierte Bilder mit 72 DPI werden im Druck bei Vergrößerung ausnahmslos verpixelt dargestellt
DEEP DIVEStändig fehlende Bilder beim Druck? Leitfaden eines erfahrenen Druckberaters zu Bildverknüpfungen und zum Verpacken in IllustratorTransparenzen und Sonderkanäle: Das Risiko unsichtbarer Fehler
Effekte wie Schlagschatten, Verläufe und transparente Überlagerungen müssen für die Ausgabe reduziert werden. Fehler bei dieser Transparenzreduzierung führen zu unschönen Farbabrissen oder weißen Linien. Wenn Sie beim PDF-Export den richtigen Standard (wie PDF/X) wählen, lassen sich die meisten Transparenzprobleme von vornherein vermeiden
Bei Dateien mit Weißdruck, partiellem Lack oder Stanzkonturen müssen diese Elemente auf separaten Ebenen mit korrekt benannten Sonderfarben angelegt und auf „Überdrucken“ eingestellt werden. Fehler bei solchen Sonderkanälen sind auf dem Monitor kaum sichtbar und erfordern höchste Sorgfalt bei der Erstellung
DEEP DIVEWarum Transparenzen vor dem Druck flachgerechnet werden müssen – die eigentlichen Ursachen für Farbverschiebungen und StreifenbildungAnschnitt, Format und Benennung: Die abschließende technische Prüfung
Das Datenformat muss dem Endformat plus Anschnitt entsprechen, der Anschnitt muss tatsächlich ausgefüllt sein, wichtige Texte und Bilder müssen im Sicherheitsabstand liegen, und Seitenzahl sowie Seitenreihenfolge müssen stimmen. Diese vier Punkte sind rein formale Prüfungen, die konsequent durchgeführt werden müssen
Benennen Sie Ihre Dateien eindeutig nach Produkt, Format, Auflage und Version (um ein Chaos wie „final_v2_wirklich_final“ zu vermeiden). Fügen Sie bei mehreren Dateien ein Inhaltsverzeichnis bei, um das Risiko von Verwechslungen in der Druckerei auf ein Minimum zu reduzieren
DEEP DIVEBeschnittzugabe und Sicherheitsbereich: Wie viel Platz musst du lassen, um beim Druck nicht abgeschnitten zu werdenProofing: Die letzte Absicherung vor dem Druck
Ein Digitalproof dient der Inhaltskontrolle, ein farbverbindlicher Kontraktproof prüft die Farbbeschaffenheit, und ein Maschinenandruck ist am präzisesten, aber auch am teuersten. Wählen Sie die Proof-Stufe je nach Farbempfindlichkeit des Projekts; sparen Sie bei Key-Visuals und Verpackungen nicht an dieser Stelle
Prüfen Sie den Andruck stets unter Normlicht. Der freigegebene und unterschriebene Proof dient als rechtliche Referenz für die Qualitätskontrolle. Wird ohne Proof direkt gedruckt, lassen sich spätere Reklamationen wegen Farbabweichungen kaum sachlich lösen
DEEP DIVEDruckproben: Welche Arten gibt es? Wie wählst du richtig zwischen den 3 Mainstream-Proben?Verwandte Artikel

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