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Pantone Black erklärt: Vierfarb-Schwarz, K100-Schwarz und Lackschwarz richtig unterscheiden

Ein und dasselbe „Schwarz“ kann im Druck völlig unterschiedlich aussehen. Wird im Layout das falsche Schwarz gewählt, muss hinten im schlimmsten Fall die ganze Auflage neu gedruckt werden. Dieser Artikel erklärt anhand typischer Entscheidungen aus der Druckpraxis die Unterschiede und Einsatzbereiche von Pantone Black C, Pantone Black 6 C, CMYK-Vierfarb-Schwarz und K100, damit du Schwarz von Anfang an richtig anlegst

麥策知識學院 | Academy Founder Hung Tsung-Yuan

Pantone Black erklärt: Vierfarb-Schwarz, K100-Schwarz und Lackschwarz richtig unterscheiden
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Wie viele Arten von „Schwarz“ gibt es im Druck? Und warum sieht Schwarz gedruckt nicht immer gleich aus?

Wenn du in eine Druckerei gehst, hörst du Begriffe wie „Vierfarb-Schwarz“, „K100-Schwarz“ oder „Lackschwarz“. Für Kundinnen und Kunden ist das alles Schwarz, in der Produktion sind es völlig unterschiedliche Dinge. „Vierfarb-Schwarz“ ist ein CMYK-Aufbau aus vier Farben, also K 100, C 60, M 40, Y40 übereinander gedruckt. Optisch wirkt es am tiefsten, aber die Farbschicht wird so dick, dass Ablegen, lange Trocknungszeiten und Passerprobleme schnell zum Thema werden. „K100-Schwarz“ wird nur über die K-Platte gedruckt. Die Farbschicht ist dünn, die Kanten bleiben scharf, der Passer ist stabil. Für Text, feine Linien und einfarbige Drucksachen ist das der Standard. „Lackschwarz“ ist in Taiwan die umgangssprachliche Bezeichnung für Pantone Black C, weil es visuell besonders satt und tief wirkt. Diese Tiefe zeigt es aber nur auf gestrichenen Papieren, etwa Bilderdruckpapier oder glänzendem Karton

Warum sieht Schwarz unterschiedlich aus? Weil Papier, Druckfarbe und Farbaufbau zusammenspielen. Der häufigste Fehler: Eine Designerin sieht auf gestrichenem Papier ein schönes Lackschwarz-Muster, liefert die Datei aber für ungestrichenes Papier wie Werkdruckpapier oder Recyclingpapier. Das Schwarz läuft zu, wirkt grau oder verliert Tiefe. Oder jemand legt große Flächen in Vierfarb-Schwarz an. Nach der UV-Lackierung ist die Farbe noch nicht durchgetrocknet und legt auf den nächsten Bogen ab. Beim Kunden sieht das dann wie ein Druckfehler aus

Wie viele Arten von „Schwarz“ gibt es im Druck? Und warum sieht Schwarz gedruckt nicht immer gleich aus?|Pantone Black erklärt: Vierfarb-Schwarz, K100-Schwarz und Lackschwarz richtig unterscheiden Abschnittsbild

Worin unterscheiden sich Pantone Black C und Black 6 C? Und wie wählt man richtig?

Pantone Black C und Pantone Black 6 C sind zwei Rezepturen für unterschiedliche Papierarten innerhalb desselben Systems. Es geht nicht einfach um „mehr“ oder „weniger“ Schwarz. Black C ist für gestrichene Papiere, also Coated, gedacht. Die Farbrezeptur ist für glatte Oberflächen mit geringer Farbaufnahme ausgelegt, etwa Bilderdruckpapier. Black 6 C ist für ungestrichene Papiere, also Uncoated, ausgelegt. Diese Rezeptur passt zu raueren, saugfähigeren Papieren wie Werkdruckpapier oder Recyclingpapier. Wird die falsche Papierart bedruckt, kippt der Eindruck: Black C auf ungestrichenem Papier wirkt schnell neblig und grau. Black 6 C auf gestrichenem Papier kann dünn aussehen und Tiefe vermissen lassen

Die Auswahl ist einfach:

・Bilderdruckpapier, glänzender Karton, matt gestrichener Bilderdruck -> Pantone Black C wählen

・Werkdruckpapier, Recyclingpapier, Kraftpapier -> Pantone Black 6 C wählen

・Wenn das Papier noch nicht feststeht -> direkt bei der Druckerei nachfragen oder die Papierübersicht in Wie verwendet man Pantone-Farbnummern richtig? Der komplette Sonderfarben-Leitfaden für Designer und Druckeinkauf prüfen

Ein Detail aus der Praxis: Andrucke werden häufig auf gestrichenem Papier gemacht, deshalb ist Black C oft der Standard beim Andruck. Wenn das Endprodukt auf ungestrichenem Papier gedruckt wird, solltest du einen zusätzlichen Maschinenandruck mit Black 6 C auf dem finalen Papier verlangen. Sonst sehen Andruck und Auflage am Ende nicht gleich aus

Wann sollte man K100-Schwarz statt Pantone-Lackschwarz verwenden?

Nicht jedes Schwarz braucht eine Pantone-Sonderfarbe. K100-Schwarz ist günstiger, passersicher, dünn in der Farbschicht und für die meisten Drucksachen die beste Wahl. Besonders bei Text, feinen Linien, Tabellen, QR-Codes und Barcodes, also überall dort, wo saubere Kanten zählen. Pantone Black C und Black 6 C passen besser, wenn eine Markenfarbe exakt vorgegeben ist, wenn große Flächen extrem satt schwarz wirken sollen, wenn eine Unterlage für Heißfolienprägung gebraucht wird oder wenn Cover, Kataloge und Poster eine bestimmte visuelle Haptik bekommen sollen

In der Praxis helfen zwei einfache Grenzen:

・Schwarze Elemente kleiner als 5 mm, etwa Text, feine Linien oder schwarze Innenkonturen im Logo -> K100 verwenden

・Schwarze Flächen größer als 5 × 5 cm, mit satter, lackschwarzer Wirkung -> Pantone-Sonderfarbe Schwarz verwenden

Mischen ist ebenfalls möglich: Text und feine Linien in K100, große Flächen und Überschriften in Pantone Black C oder 6 C. Beim Separieren und Exportieren der Druckdaten müssen diese Einstellungen sauber auf getrennten Ebenen angelegt sein

Wann sollte man K100-Schwarz statt Pantone-Lackschwarz verwenden?|Pantone Black erklärt: Vierfarb-Schwarz, K100-Schwarz und Lackschwarz richtig unterscheiden Abschnittsbild

Wann kann man Vierfarb-Schwarz verwenden? Und wann macht es Probleme?

Vierfarb-Schwarz, also CMYK 100/100/100/100, ist oft das Standard-Schwarz in Designprogrammen. Photoshop und Illustrator geben es dir schnell direkt mit, wenn du neue Texte oder Flächen anlegst. Es eignet sich für Farbfotos, schwarze Verläufe und Details im Vierfarbaufbau. Bei reinen Schwarzflächen, großen Textmengen oder vollflächigen Hintergründen verursacht es aber die meisten Probleme

Die drei häufigsten Schäden:

・Ablegen: Die Farbschicht ist zu dick, der vorige Bogen ist noch nicht trocken und überträgt Farbe auf den nächsten

・Lange Trocknung: Bei UV-Lack, Kaschierung, Papierkaschierung oder Falzverarbeitung ist die Farbe noch nicht durchgetrocknet und die Oberfläche wird beschädigt

・Passerfehler: Die vier Druckplatten liegen nicht exakt übereinander, schwarze Kanten bekommen rote oder blaue Säume

Die besseren Alternativen:

・Reine Farbflächen und vollflächige Hintergründe -> Pantone Black C oder 6 C verwenden

・Reiner Text und feine Linien -> K100 verwenden

・Schwarze Verläufe oder farbige Überdruckeffekte -> Vierfarb-Schwarz beibehalten, aber den Gesamtfarbauftrag, also Total Ink Coverage, unter 280% halten

Wenn du nicht sicher bist, welches Schwarz in deiner Datei richtig ist, hilft der Praxisvergleich in Was ist Pantone Black 6C? Die Entscheidung zwischen Vierfarb-Schwarz und Sonderfarben-Schwarz im Druckalltag. Du kannst die Datei auch direkt von der Druckerei prüfen lassen

Wie prüfe ich, ob mein gewähltes „Schwarz“ richtig ist? Der letzte Check vor dem Druck

Fünf Minuten vor der Datenabgabe reichen für drei Prüfungen, die viel Zeit und Nachdruckkosten sparen:

1. Papier prüfen: Für Bilderdruckpapier Black C wählen, für Werkdruckpapier Black 6 C

2. Größe der schwarzen Elemente prüfen: Feine Linien und Text in K100, große Flächen in Sonderfarben-Schwarz

3. Andruck prüfen: Die Druckerei soll auf dem finalen Papier andrucken. Nicht nur Monitorfarben oder Digitalproofs beurteilen

Mit diesen drei Punkten lassen sich mehr als neun von zehn Problemen mit falschem Schwarz vor der Abgabe erkennen. Der Rest hängt von Farbabstimmung im Andruck und der Maschineneinstellung vor Ort ab. Genau das ist die zweite Stufe der drei Druckfreigabe-Stufen von Mai Strategy: den Endfarbton über den Andruck festlegen

Wie prüfe ich, ob mein gewähltes „Schwarz“ richtig ist? Der letzte Check vor dem Druck|Pantone Black erklärt: Vierfarb-Schwarz, K100-Schwarz und Lackschwarz richtig unterscheiden Abschnittsbild

Kurz zusammengefasst

・Schwarz im Druck lässt sich mindestens in vier Arten aufteilen: Vierfarb-Schwarz, K100-Schwarz, Lackschwarz mit Pantone Black C und Schwarz für ungestrichene Papiere mit Black 6 C

・Black C ist für gestrichene Papiere, Black 6 C für ungestrichene Papiere. Auf dem falschen Papier verändert sich der Schwarzeindruck deutlich

・Feine Linien und Text in K100, große Flächen in Sonderfarben-Schwarz. Vierfarb-Schwarz nur für Verläufe oder farbige Überdruckeffekte verwenden

・Große Flächen in Vierfarb-Schwarz führen leicht zu Ablegen, langen Trocknungszeiten und Passerfehlern. Den Gesamtfarbauftrag unter 280% halten

・Vor dem Druck Papier, Größe der schwarzen Elemente und Andruck prüfen. Das spart in den meisten Fällen Nachdruckkosten

Weitergedacht

Schwarz ist die häufigste und zugleich fehleranfälligste Farbe im Druck. Denn „Schwarz“ klingt simpel, ist aber in Wirklichkeit das Ergebnis aus Farbrezeptur, Saugverhalten des Papiers und Farbaufbau. Für Designer ist die Gewohnheit, bei Schwarz zuerst an das Papier zu denken, wichtiger als jede einzelne Farbnummer. Für den Druckeinkauf ist es verlässlicher, Papier und Schwarzwert schriftlich in die Bestellung aufzunehmen, statt es nur mündlich zu erklären. Wenn das MINDS-Team Kundendaten prüft, ist das häufigste Problem nicht ein Farbstich, sondern ein Schwarzaufbau, der nicht zum finalen Papier passt. Wird dieser Fehler im Proof nicht erkannt und erst an der Maschine sichtbar, bedeutet das schnell: komplette Auflage neu drucken. Frag deshalb vor der finalen Freigabe einer Datei zuerst: „Auf welchem Papier wird diese Datei am Ende gedruckt?“ Stimmt die Antwort, stimmt meist auch das Schwarz

Weiterführende Lektüre

FAQ

Was ist schwärzer: Pantone Black C oder K100?
Visuell liegen beide nah beieinander. Pantone Black C ist jedoch eine Sonderfarbe, wirkt etwas kühler und in der Fläche gleichmäßiger. K100 ist die Schwarzplatte aus CMYK, mit dünner Farbschicht und scharfen Kanten. Rein nach Tiefe gewinnt Black C auf gestrichenem Papier knapp, der Unterschied ist aber nicht groß. Die Wahl hängt von Größe des schwarzen Elements und vom Papier ab
Muss man im Druck immer Pantone Black verwenden?
Nein. Für Text, feine Linien und die meisten Drucksachen reicht K100 völlig aus. Pantone Black C oder 6 C brauchst du nur bei vorgegebener Markenfarbe, bei großen Flächen mit maximaler Schwarztiefe oder bei besonderen Anforderungen an die visuelle Wirkung. Sonderfarben erhöhen außerdem Kosten und Maschinenzeit
Kann man Vierfarb-Schwarz, also CMYK 100/100/100/100, verwenden?
Ja, für Verläufe, farbige Überdruckeffekte und Fotodetails. Für reine Farbflächen, große Textbereiche und vollflächige Hintergründe ist es nicht zu empfehlen, weil es Ablegen, lange Trocknungszeiten und Passerfehler verursachen kann. Besser sind K100 oder Pantone-Sonderfarben-Schwarz
Was passiert, wenn Pantone Black C auf ungestrichenem Papier gedruckt wird?
Es wirkt schnell grau, neblig und zu wenig tief. Black C ist für gestrichene Papiere formuliert. Auf ungestrichenem Papier ist die Farbaufnahme stärker, die Druckfarbe zieht in die Papierfasern ein. Für ungestrichene Papiere deshalb Pantone Black 6 C verwenden
Soll der Andruck mit Black C oder Black 6 C gemacht werden?
Der Andruck muss auf demselben Papier wie das Endprodukt erfolgen. Für Bilderdruckpapier wird Black C gewählt, für Werkdruckpapier Black 6 C. Sonst können Andruck und fertige Auflage sichtbar voneinander abweichen
Topic guideDer ultimative Leitfaden für Druckverfahren: Wie Sie zwischen Digital-, Offset-, Sieb- und Buchdruck richtig wählen und Kosten sparenThis article is part of the seriesRead the guide
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